Justice League oder ein überraschend langes Essay zu Superhelden und der Popkultur

TL;DR, ich wollte nur eine Rezi: Meh. Danny Elfman! Graue lahme Gegner. Tonfall schwankt. Supermans Oberlippe lenkt brutal ab.

Edit: Eine missverständliche Passage leicht geändert.

Alles muss vernetzt sein

Wer heute kein mehrere Filme umspannendes Cinematic Universe hat, idealerweise mit Superhelden, hat wohl Sauregurkenzeit. Endlose Mengen an Harry Potter und Spin-Offs, eine jetzt wohl nie mehr endende Flut Star Wars und mittendrin das straff organisierte Marvelteam. Da müssen auch mal „Dark Universe“-Versuche … scheitern. Und Detective Comics darf hinter Marvel ebenfalls nicht zurückstehen. Schließlich ist es doch Marvel, das immer bei DC geklaut hat, oder? Thanos für Darkseid, Moon Knight für Batman, X-Men für … ah … hm. Egal. Wenn wir ehrlich sind, wechseln die Top-Profis der Szene ohnehin von einem Titel by DC zum anderen bei Marvel und zurück und als DC seinen Hauptsitz noch in der Nähe von Marvel in Manhattan hatte, sind angeblich die Leute mal hier mal da in die Kantine gegangen, abhängig vom aktuellen Angebot.

Der Unterschied ist nicht so groß, im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Papier.

Allerdings hat Marvel sein MCU mit Jon Favreau und Rober Downey Junior gestartet und unter anderem wegen DC-Verfilmungen einen eher leichten Tonfall angeschlagen, denn im selben Jahr erschien The Dark Night und alle waren sich einig, dass man auf der Ebene „finster und brooding“ da nicht mithalten können würde. Und von da an durfte es bunt und auch immer etwas albern sein. DC hat also noch mit Christopher Nolan selber der Konkurrenz zu ihrem Erfolgsrezept verholfen.

Da muss ein eigenes her, also ran mit Zack Snyder, der schon die Fleischtheke von 300 und das Abpausen von Einzelbildern aus Watchmen optisch wuchtig umgesetzt hat. Meiner Ansicht nach ein erschreckend überbewerteter und ein hervorragender Comic als Vorlage (ihr könnt ja raten welcher welcher ist) und ein langweiliger und ein starker Film. 

Man könnte meinen, Zack Snyders Filme setzen auf sehr viel Style, aber die Substanz hängt davon ab, welches Material er als Vorlage dafür hat. Streicht den Konjunktiv, das meine ich. 

Wenn du nicht Alan Moore bist, bist du’s halt nicht

Ich mag ja Drama und Düsternis und auch finstere, kalte und farblose Welten der Zukunft sprechen mich an (streichelt die endlich erschienene Neuauflage von BLAME!, die leider nicht im Format zur sonstigen Tsutomu Nihei-Sammlung passt), ABER … es kann schon mehr sein als nur Düsternis zum Selbstzweck, weil es cool ist und weil es anders ist als die Konkurrenz. 

Leute, wir hatten die „Dekonstruktion des Superhelden“ schon mal. In den späten Achtzigern, mit durchgeknallten Genies wie Alan Moore (und ganz anders, weniger sympathisch durchgeknallten, wie Frank Miller. Der aber dennoch einige wichtige Werke geschaffen hat. Und einige richtig miese). Alan Moore hielt übrigens wenig von Verfilmungen und Neufassungen seiner Graphic Novels, die glaube ich nur wegen ihm auch so einen feineren Namen haben. Und weil er und ein paar andere geniale Werke verfasst haben und weil diese düster und verrückt und brutal waren, haben in den Neunzigern zig andere Künstler auch alles düster und verrückt und brutal gemacht. Nur leider ohne den Hintergrund, ohne die manische Detailverliebtheit und das erzählerische Genie der Vorbilder. 

Ich fühle mich als wären es wieder die Neunziger und wenn wir ehrlich sind war das Jahrzehnt gar nicht sooo toll. Nein, Einzelbilder aus The Dark Knight Returns in Batman vs. Superman nachzustellen ist keine Hommage, keine tiefe Aussage, es ist das Abpausen eines einzelnen Frames ohne Referenz für den Rest. Stil nur UM DES STILS WILLEN und weil man vorgeprägt damit große Geschichten assoziiert ist alles andere als ein Geniestreich.

Ayn Rand, go home, you’re … dead. Seriously, just … disappear.

Dann kommt noch hinzu, dass Zack Snyder gerade in die Superman-Versionen seine Begeisterung für Ayn Rands Objektivismus mit reinpacken muss. Dass er eine Hoffnungsgestalt für Generationen von Jugendlichen, den Oberpfadfinder, den einen wahren, gefestigten, netten, guten Typen als Alien-Jesus mit Atlas Shrugged-Manier inszeniert, ist bedrückend zynisch. Zum Glück ist Ayn Rand hierzulande ja gar nicht so bekannt, so dass ich als Teenager ausgerechnet über einen Roman von Matt Ruff auf sie gestoßen bin und ursprünglich dachte, so etwas Bescheuertes sei als Persiflage auf seinem Mist gewachsen. 

Wer jetzt auch verwirrt ist: Ayn Rand ist die, die keinem Bettler einen Cent geben würde. Die lieber verweigert, als sich von den niederen Massen belagern zu lassen. Sie würde GRRM sagen, er soll keine Romane mehr schreiben. Die würde auch lindnern und Sondierungsgespräche in letzter Sekunde platzen lassen. Sie war unter anderem davon überzeugt, dass Menschen nur der Wert zugesprochen werden sollte, den man ihnen aus egoistischer Perspektive gibt. Bäh. 

Last Week Tonight kann da übrigens mit Nachhilfe dienenund fasst das vermutlich  besser zusammen als ich:

Ein Superman, der für eine egoistische, arrogante, auf superreiche und narzisstische Personen angepasste Denkweise als Vehikel dient, ist verkehrte Welt. Und sollte es nicht Absicht gewesen sein (extreme Zufälle passieren) ist es immer noch eine Farce.

Keine Farce ohne Fans, natürlich. Es ist so düster, es hat Zitate bekannter Dinge, es muss doch gut sein. Es hat doch sicher eine Aussage und die ist doch sicher absolut tiefsinnig.

Justice League war mal das Thema dieses Blogs

Also: Snyder ist die prägende Kraft hinter dem kleinen DC-Filmuniversum. Und steigt dann, absolut nachvollziehbar, wegen des tragischen Todes seiner Tochter aus der Produktion aus. Es springt Joss Whedon ein, der mindestens genau so viele Fanboys und -girls hat und mit Avengers einen erfolgreichen Superhelden-Teamfilm abliefern konnte (und mit Age of Ultron eigentlich gesagt hatte, dass er sowas nie, nie wieder macht). Er schreibt nochmal am Drehbuch, arbeitet an der Postproduktion, dreht Szenen neu und holt Danny Elfman mit an Bord.

Danny Elfman. Batman, Nightmare Before Christmas, Simpsons. Schwurbelige Geigen, Drama, Gothic. Und deutlich traditioneller in seiner Orchestrierung und Herangehensweise als Hans „Zwei Töne auf dem Klavier reichen hier doch“ Zimmer.

Jaja, ich mag auch viele von Zimmers Soundtracks. Aber ich bin mir gleichzeitig bewusst, dass er kein John Williams ist. Ich höre ja auch Popmusik.

Justice League, und jetzt kommen wir endlich bei dem Film an sich an, ist also ein Potpourri verschiedener Stile, Herangehensweisen und Sichtweisen auf das Thema Superhelden. Ein Fundament von Snyders selbstverliebter Düsternis um der Coolness willen, Joss Whedons Umbauten von im Grunde guten Menschen mit übermenschlichen Gaben, die Freunde werden und auch mal Witze reißen und eine Untermalung mit Anklängen an die Batman- und Superman-Filme von Tim Burton und Richard Donner.

Der Bösewicht ist einer der New Gods von Apokolips, Steppenwolf, a.k.a. Oberbösewicht Darkseids Sidekick mit nicht dem blödesten Namen. Der Titel geht an Granny Goodness. Ich mag das Pack trotzdem. Im Film ist Steppenwolf … da. Und er will … irgendwas. Und er sieht … aus. Ja. Irgendwas muss man ja hauen, also ihn und seine Paradämonenarmee graugesichtiger Hordenbiester.

Am Ende geht es aber darum, dass alle Superman vermissen, Wonder Woman die einzige Erwachsene ist und CGI-Gesichter und Oberlippen das Uncanny Valley immer noch nicht verlassen haben. Ich mag Gal Gadot als WW immer mehr, die hier zugleich selbstbewusst und quasi unzerstörbar, aber auch positiv, warmherzig und etwas verschmitzt wirkt. Go Diana! Batfleck ist weiter okay. Der Babyflash ist auch okay, aber ich habe zugegeben wenig Hintergrundwissen zu den Flashes, außer, dass sie eigentlich deutlich epischer sein sollten, aber das SchnellerrennenalsdasLicht-umdurchdieZeitzureisen kommt ja wohl noch, ansonsten ergibt die Szene aus BvS keinen Sinn. Aquaman hat mich im Original noch nie so interessiert, deswegen kann ich auch gut damit leben, dass er hier von einem voll tätowierten, etwas stumpfsinnig-enthusiastischen Jason Momoa gespielt wird. Cyborg hätte deutlich cooler sein können, aber die Zeit und die Tatsache, dass man offenbar kein Prothesen-Make-Up benutzen wollte, sondern zwingend CGI, hat der Performance nicht gut getan. Genauso wie Henry Cavills Auftritte (er war im Trailer zu sehen, also kein Spoiler) davon überschattet werden, dass in vielen seine Oberlippe aus dem Computer kommt, weil er bei Nachdrehs einen Schnäuzer hatte. Ich kann auf nichts achten, außer darauf, dass sein Mund … falsch ist.

Alles in allem so … okay halt, mit der Lady der Runde in der Führung.

Und dann schwankt alles tonal bunt umher. Der Film ist nicht so düster und das meine ich wortwörtlich, denn jemand hat beschlossen, dass nicht jede Szene bei Nacht oder Pseudo-Nacht (im Ernst, spielt das alles in Münster? Hat Metropolis das Wetter von Münster??) abgehandelt werden muss und dass man auch ein paar Farben im Bild sehen darf. Und es gibt Witze und alberne Momente und nicht nur langes Starren und Zeitlupe mit darüber gesprochenen betroffenen Texten.

Das ist am Ende auch alles … okay. Meh. Kann man schauen. Ist eine simple Formel, irgendwie zusammengenäht, damit es passt, aber eine bunte Hülse. Popcorn war gut, aber das hängt leider vom Kino ab. Publikum war schlimm, aber das hängt auch vom Kino ab. Erstaunlich, wie wenig Eindruck der Film bei mir hinterlassen hat.

Was mich wirklich aufregt

Comics sind bescheuert. Ich stehe da offen zu. In ihrer Urform taugen sie nicht zur Massenunterhaltung, was man auch daran sieht, dass die wenigsten Cosplayer und Comic-Con-Geher tatsächlich das Urmaterial lesen. Das ist nämlich schräg und manchmal geradheraus dämlich und bunt und albern und unlogisch. Es hat wie jede Szene seine Vollidioten und seine Genies. Und selbst seine Genies haben alle einen Sockenschuss und schreiben über graue Riesen, die Milliardäre in Fledermauskostümen auf eine Reise durch die Zeit schicken, über verrückte Clowns, über Multiversen, das Ende von Superman, den Neuanfang von Superman, Dämonenjäger und ganz simpel über Leute mit albernen Namen in albernen Kostümen. 

Es ist aber irgendwie, auf seltsamen Wegen, eine Form davon in die Popkultur gekommen. Batman wird einer der Mythen sein, über den Altphilologen der Zukunft rätseln werden (und ihn mit Darth Vader und einigen anderen Gestalten verwechseln, eine meine Lieblingstheorien zur Welt nach uns). In die Popkultur, die früher noch den Lesern des Urstoffes das Stiftemäppchen weggenommen und durch die Klasse geworfen und das Pausenbrot geklaut hat. 

Nur, liebe Popkultur, eigentlich magst du Comics gar nicht. Eigentlich bist du zu cool dafür. Deswegen ist das leichter für dich, wenn es sich mehr über sich selbst lustig macht oder wenn es all das entfernt, was uncool sein könnte. Wenn es Marvel oder DC im Kino ist.

Ja, das macht Spaß. Aber es ist am Ende nicht das Original. Nicht das, was die begeistert hat, denen die Mäppchen und Pausenbrote geklaut wurden, weil sie seltsames Zeugs mochten. 

Wir sind in einer Zeit angekommen, in der jemand allen Ernstes schreibt „Einer anderen Serie als Game of Thrones, die weniger gut gemacht ist, würden wir dumme Begriffe wie „Dragonglass“ oder „Nightking“ übel nehmen, aber Game of Thrones ist eben einfach so gut, dass wir darüber hinwegsehen.“

Nein. Falsch. Hör einfach auf, das zu mögen, du Popkultur, denn du magst nur die Verpackung. Du hast diese kleinen, versponnenen Herzen nicht, die Robin nicht uncool und Fantasy-Begriffe episch finden. Du bist Zack Snyders Graufilter und Hollywoods Casting Entscheidung. Du regst mich auf. Du produzierst in einer Zeit, wo alles mit Google zu finden ist, Erklärvideos zu Star Wars und Easteregg-Aufklärungen zur Batcave. Du bist so geekig und nerdig, weil es auf einmal keine Schimpfworte mehr sind. Du hast nicht die besessenen Diskussionen über die Über- oder Unterlegenheit von Helden geführt, handgeschriebene Fanzines fotokopiert und unter dem Tisch heimlich Hefte aufgeschlagen, weil du Angst vorm Ausgelachtwerden hattest.

Klar, du hast ein Recht dazu, Spaß dran zu haben, du bezahlst es ja auch. Aber du machst mich manchmal wütend. Aber ich Depp gehe auch immer noch rein in die Filme, die der Auslöser und die Auskristallisierung des Phänomens sind, dabei habe ich mich die letzten Jahre nur in anderen Produktionen tatsächlich über die Ausgabe für die Kinokarte gefreut – in Sing Street, in Ex Machina, in The Arrival. Stand eine der großen Marken drauf – ob SW oder DC oder MCU – habe ich es im besten Fall nicht bereut.

Ist okay. Ich habe mich wieder beruhigt. Behalte die Filme und schreib Petitionen, wieder mehr Zack Snyder in der Home Release-Fassung von Justice Leage zu wollen und Danny Elfman zu ersetzen. Ich mag Junkie XL ja auch, Mad Max: Fury Road war eine Gaudi und es läuft sich super zur Musik.

Was mich freut

Hey, DC hat mit Rebirth die Hintergrundstory von Timothy Drake wieder fast auf pre-New 52 zurück gesetzt! Es geschehen noch Zeichen und Wunder 🙂 Mein Detective Comics-Abo bleibt also. Und ich muss nicht mehr zur Schule gehen, also kann mir keiner was für klauen. 


In Amerika LARPen sie anders

… oder: Dieser Karton ist das ultimative Böse.

Ich habe frisch etwas über eine Aventurien-Ambiente-Con geschrieben, was auf dem Ulisses-Blog gelandet ist. Da ging es um tolle Kostüme, vollständige Immersion in einer Fantasiewelt und dass wir ein Wochenende lang einfach „normale“ Figuren in Aventurien waren, ganz ohne Welt retten.

In diesem Blog geht es um das Gegenteil davon.

Ich war im Rahmen der Gen-Con in Indianapolis sehr spontan auf einer kleinen LARP-Veranstaltung im Universum von Supernatural. Ca. zwei Stunden vorher hat mich eine Spielerin gefragt, ob ich Lust darauf hätte, und kurze Zeit später trudelte ich dann mit ihr aus Versehen auch noch zu spät am Spielort ein: Einem schlichten kleinen Konferenzraum in einem der Hotels rings um die Gen-Con.

Wir konnten trotzdem noch einsteigen und bekamen kurzerhand Kärtchen mit Werten in Form von Spielkartensymbolen, an der Wand hing ein mit Edding gemaltes Plakat, auf dem erklärt wurde, wie das Ziehen von Karten zu diesen Symbolen über Proben entscheiden könnte. Ja, Proben beim LARP.

Die andere Spielerin wurde zum Jäger erklärt, ich bekam einen kleinen Plastikhaarreifen mit einem silbernen, schiefen Halo und durfte einen Engel mimen, die ja zum Glück menschliche Körper übernehmen müssen. Es gab noch zwei weitere Fraktionen: Dämonen (auch in menschlichen Körpern) und „Kreaturen“, zu denen Geister und Werwölfe und noch anderes schräges Viehzeugs gehörten.

Das einzige scharfe Bild, schnell mit dem Handy geschossen.

Innerhalb kurzer Zeit wurde mir dann zusammengefasst, um was es für meine Fraktion ging und was an Plot so unterwegs war: Die Winchester-Brüder, also direkt mal die Helden der Serie, hätten ein seltsames Gefäß gefunden und geöffnet, in dem sich eine noch von Gott stammende nahezu allmächtige Kreatur befand, die „Unterhaltung“ verlangt habe. Die Box sei dann nur zu schließen gewesen, indem sich die Brüder opferten, jetzt seien sie mit dem Ding in der Kiste gefangen. Zum Öffnen der Box seien unter anderem ein Engelsschwert nötig und irgendwelche Lösungen für Rätsel.

Und dann verbrachten wir den Rest des Abends damit, in dem kleinen Hotelraum so zu tun, als wären wir immer mal wieder an anderen Orten. Ein kleiner Pappkarton markierte irgendwann das Zentrum einer Säule von „Anti-Licht“, von der eine große Bedrohung ausging, mit Stühlen wurde eine sich ausdehnende Zone von tödlichem Schleim eingezeichnet. Für die Rätsel wurden Karten als Probe gezogen, alle nicht darstellbaren Teile des Geschehens (und das waren logischerweise viele) wurden von der mehrköpfigen Spielleitung einfach erzählt. Eine Reihe NSCs waren tatsächlich Figuren aus der Serie und einer davon war dem Vorbild sogar an Kostüm und Aufmachung und vor allem Intonation extrem ähnlich und somit hatte meine Engelfraktion mit einem Castiel-Impersonator den coolsten Anführer. Dämon und Höllenkönig Crowley, im Original Merk Sheppard mit falschem britischem Akzent und schütterem Haar, war hier eine Frau um die dreißig in geringelten Socken.

Der dürre und männliche Jäger-Kollege Garth fand sich im Körper einer dicklichen Frau wieder, der Geist der Figur von Felicia Day in dem eines nervösen Mannes. Das war zu Beginn etwas verwirrend, schon allein weil ich die Einführung zu Beginn des LARPs verpasst hatte, aber irgendwann … habe ich das alles einfach so genommen, wie es war. Auf jeden Fall hatten die NSCs alle ihre Rollen studiert und die Manierismen und Eigenheiten ziemlich gut drauf.

Viel mehr hat mich das ständige Kartenziehen irritiert. Rätsel lösen? Karte ziehen. Jemanden schubsen? Karte ziehen! Dann warf mich – per Karte Ziehen – ein Dämon in den tödlichen Schleim und ich musste jede Runde eine Probe ablegen, ob ich ihrem Einfluss widerstehe, während ich langsam rauswaten durfte. Und ja, jede RUNDE. Für mich und die nächsten Beteiligten wurde das Geschehen jetzt in Runden eingeteilt und immer abwechselnd alle Proben abgehandelt. Das war mehr als seltsam und zunächst bin ich nach der Ansage „du nimmst Schaden, kannst dich aber langsam bewegen“ himmlische Rache schwörend aus dem Dreck gestapft, habe den Dämon am Kragen gepackt und ihn in gerechter Wut angeschrien. Dann kam eine etwas pikierte SL hinzu, machte alles rückgängig, stellt mich wieder zum Ausgangspunkt und dann durfte ich so alle zwei Minuten einen weiteren Schritt machen.

Ja, das war albern. Ich habe dann einfach eine Show daraus gemacht und bei jedem Schritt einen weiteren Satzteil meines wütenden Engelmonologs vom Stapel gelassen. Ich habe den Weg aus dem übernatürlichen Dreck knapp überlebt (Schadenspunkte wurden durch kleine rote Wäscheklammern am Revers markiert) und durfte dann endlich nach kurzem fragenden Blickkontakt nochmal den Dämon packen und in gerechter Wut anschreien, jetzt aber zehn Minuten später und mit gründlicher Ansage.

Ich gebe zu, an dem Abend sind Welten aufeinandergeprallt. Oft genug und speziell bei dem Regelsystem der Veranstaltung stand ich mit offener Verblüffung zwischen meinen Mitspielern. In der kurzen Pause, in der das Spiel ausgesetzt war, habe ich mich mit einigen der anderen Spieler unterhalten, wie unterschiedlich die Dinge auf den LARPs in Europa gehandhabt werden, die ich kenne. Dass wir viel mehr ausspielen, dass wir viel mehr darstellen und wie wichtig vielen Leuten die Ausrüstung, Gewandung und Tauglichkeit des Spielorts sind. Dass die meisten eher kleine Geschichten erzählen und es uncool geworden ist, die Welt zu retten. Dass das, was die kleine Truppe hier neben der Gen Con am Laufen hatte, eher so etwas wie Pen and Paper mit ein bisschen Improtheater war.

Mir wurde erklärt, dass a) es durchaus LARPs mit deutlich aufwändigeren Kostümen und speziell dafür gebauten Kulissen gibt, so soll ein paar Jahre vorher jemand ein Hotelzimmer vollständig in das Innere eines Steampunk-Luftschiffs verwandelt haben. Und dass b) den Leuten hier die Vorstellungskraft und das Dabeisein am wichtigsten sei.

Du kannst, was du darstellen kannst wäre ja ganz schön und gut, aber damit wären eben ein paar Leute raus. Die Frau, die nur mit ihrem Therapiehund das Haus verlassen konnte und immer wieder Pausen brauchte, hätte vermutlich sonst eher keinen Engel gespielt. Einer der Mitspieler musste immer wieder zurück in den Rollstuhl und konnte nur kurz stehen, ob das bei uns als Darstellung eines Monsterjägers durchgegangen wäre? Alle sollen mitmachen und Spaß haben können, egal ob sie sich eine Gewandung leisten oder körperlich der Beschreibung der Rolle entsprechen können.

Was die Leute von meinen europäischen Eigenheiten mochten, war das Charakterspiel. Für schöne Szenen bekam man gelbe Wäscheklammern angesteckt und ich war durchaus ein bisschen stolz darauf, am Ende eine gute Sammlung von denen zu haben, nachdem ich eine Bibel auf Latein gesegnet, Dämonen und Monster angeschrien, mit himmlischer Rache gedroht und mit meinem Dasein als Werkzeug eines abwesenden Gottes gehadert hatte. Alles Dinge, die auch dem stimmigsten Nordic LARP-Vampire-Organisator gefallen hätten.

Und am Wichtigsten: Ich hatte Spaß. Ich hatte so viel Spaß wie schon lange nicht mehr auf einem LARP. Ich habe ein paar Stunden lang so getan als wäre eine dicke Frau ein dürrer Werwolf, als wäre ich ein nahezu allmächtiges göttliches Wesen, als wären zwei Stühle die Sitze in einem Auto und ein Pappkarton der Sitz des ultimativen Bösen. Es hat mir nichts ausgemacht, wie simpel das war, wie teils albern doch die Regeln waren. Ich habe mit all den Leuten, die ihren Rollen größtenteils vom Look her eher locker entsprachen, sehr gerne zusammengespielt. Und am Ende habe ich mich irgendwie jünger gefühlt.

Denn so war LARP hier auch mal. Billig, aber fantasievoll. Mit albernem Weltenretten. All die tollen Gewandungen, die Ambientecons und kleinen Geschichten sind ja fein und sie eignen sich für sehr schöne Fotos (der Gen Con-LARP eher nicht), aber sind wir nicht vielleicht am Ende ein bisschen fantasielos und vor allem hochnäsig geworden? Viele LARPer, die ich hier kenne, hätten in der Tür zu dem schlichten Konferenzraum schon kehrt gemacht oder den Abend damit verbracht, sich über die Veranstaltung lustig zu machen.

Mein Fazit ist: Natürlich gehe ich jederzeit auch weiter auf Hochglanz-Ambiente-LARPs. Aber ich werde, wenn irgend möglich, auch wieder auf solche eher improvisierten kleinen Abende am Rand einer Gen Con gehen und erneut simplen, einfachen, verjüngenden Spaß haben. Die nehmen mich schon wieder. Bei denen darf nämlich jeder mitmachen, so lange man Spaß hat und die anderen respektiert.


„Doctor“ has no gender – ganz unpolitisch

Wenn ihr euch für Doctor Who interessiert, wisst ihr schon, dass der Doctor jetzt die Doctor ist und von Jodie Whittacker gespielt werden wird, sobald die nächste Generation durch und die Ära Capaldi vorbei ist. Verkündet wurde das nach einem Tennis-Spiel von der BBC mit einem Mini-Teaser mit eher halbherzig reingeshoppter TARDIS.

Wenn ihr euch nicht für Doctor Who interessiert dann ist euch das hier a) eh egal und b) euer Leben irgendwie leerer als es sein könnte. 🙂

Wie zu erwarten ist schon eine Menge dazu geschrieben worden, warum wohl jetzt eine Frau eine Rolle spielt, die bisher nur von Männern dargestellt wurde, was das heißt, was das nicht heißt, welche Teile des Abendlandes deswegen untergehen können, sollen oder verbessert werden und wie schlimm die jeweilige Abstammung der Personen ist, die die immer jeweils gegenteilige Ansicht des Diskutierenden vertritt. Ein paar schwören der Serie ab (mich haben die Drehbücher der letzten Staffeln nicht verschrecken können, schlimmer wird es auch mit Whittacker nicht kommen). Andere schwören, dass die Abschwörer schlimme Menschen sind. Alle machen sich über alle anderen lustig oder regen sich darüber auf, dass man sich aufregt.

Daher hier ganz unaufgeregt und unpolitisch nur mein kleiner Kommentar.

Ich habe mich gefreut. Und ich war überrascht, dass ich mich gefreut habe und wie sehr.

Lasst mich das erklären. Ich bin eine Frau und auch sehr zufrieden damit. Ich bin auch eine Frau, die auf Actionfilme und -serien, Fantasy-Literatur und Science Fiction, Warhammer 40K, Comics, Star Wars, Shonen-Manga und eine Reihe weiterer Dinge steht, für die sich auch statistisch recht gut belegen lässt, dass sie sich zumindest für lange Zeit eher an männliche Zielgruppen gewendet haben. (Ich meine, in Shonen Manga ist das Wort für „junger Mann/Junge“ Teil des Begriffs.) Ich bin es absolut gewohnt, männliche Hauptfiguren und Helden zu sehen. Es macht mir nichts aus. Ich rolle manchmal mit den Augen und werde etwas sarkastisch, wenn immer noch er die Dinge reißt und sie maximal jemanden von hinten mit der Vase KO schlägt. 

Und ja, eigentlich wurde ein weiblicher Doctor jetzt ziemlich klar und teilweise auch plump geteasert (habe ich schon erwähnt, dass zuletzt auch ziemlich grützige Drehbücher dabei waren?) und ich habe TROTZDEM nicht damit gerechnet. Ich war schockiert davon, eine Frau im Reveal zu sehen, aber absolut positiv. Es war körperlich spürbar, ein Kribbeln, und ich habe eine Weile gebraucht, mir das zu erklären und warum ich quiekend vor Freude durch das Haus hüpfe wie ein leicht geistig derangierter Gummiball.

Die Erklärung, zu der ich gekommen bin, ist folgende:

Ich liebe die Figur des Doctors. Ich bin es gewohnt, dass Helden häufiger Männer als Frauen sind. Es bleibt dadurch aber immer eine letzte kleine Hürde zur Identifikation, ein kleines bisschen, wegen mir auch hauchdünne, Distanz zwischen meinem mit Fangirl-Endorphinen laufenden Hirn und der Vorstellung, wie der Doctor sein zu können.

Und diese kleine durchsichtige Frischhaltefolie an Grenze war auf einmal Weg und als wäre eine Blase geplatzt, lief mir auf einmal Salzwasser aus den Augen. 

Ich wollte immer der Doctor sein, nicht eine Companion. Anderen das Staunen beibringen, nicht zum Staunen verwendet werden und durch „meine bodenständige Menschlichkeit den Doctor erden“. Und schon gar nicht mit ihm rummachen. Ich bin doch selber der weirdo mit wenig Bodenkontakt und nutzlosem Detailwissen zu bizarren Dingen!

Die simple Entscheidung, diese Rolle wenigstens für eine Weile weiblich zu machen – vor welchem politischen oder sonstigen Hintergrund sie auch getroffen wurde – hat mich auf vollkommen überraschende Art und Weise glücklich gemacht. Die große Anzahl an weiblichen Fans der Serie legt durchaus nahe, dass es auch anderen ähnlich geht wie mir. Gönnt uns das. Bitte. 

Das ist eine ganz simple, ungekünstelte, fast kindische Freude, die spontan ohne Hintergedanken umherhüpft. Ich will da keine Bitternis oder Kalkül dranlassen. Ich genieße das jetzt einfach mal, dass mir auch etwas näher gebracht wurde, was ich mir offenbar schon lange unterbewusst gewünscht habe. 

 

P.S.: Falls jemand von euch einen Kommentar hier vermisst: „Jemand“ *hüstelichhüstel* hat seine Spamfilter nicht rechtzeitig aufgefrischt und hat jetzt über 1500 Spamnachrichten durchzusehen. Keine Ahnung, weswegen russische Bots denken, dass sie hier Tabletten, Reisen und Uhren verkaufen können.


Star Wars und die Diversität

Das Embargo, vor dem zumindest in Dland nicht berichtet werden durfte, ist gefallen und euer Newsfeed garantiert voll von Star Wars. Wir haben auch jetzt erstmal dieses Video, in dem ich sogar halbwegs kohärent erzähle, wie der Film sich denn in der Pressevorführung gemacht hat – und heute Abend wird auch noch erstmal ab 20:00 und dann später tiefnachts nach der Mitternachtspremiere auch nochmal auf dem Orkenspalter-Twitch-Channel geredet.

Daher ansonsten hier nur ein kleiner Text zu etwas, bei dem ich oft eher still bin, das mich aber dennoch in der Regel umtreibt. Die Medien und die Diversität. Ich feiere jede Figur in Film, Fernsehen und Büchern, die vom Standarderfolgsrezept des weißen, männlichen Heterohelden abweicht. Was nicht heißt, dass es nicht genügend weiße, männliche Heterohelden gibt, die mir zusagen – ich war gerade in Star Wars und habe mich wie ein Schulmädchen darüber gefreut, dass wieder ein Han Solo dabei ist.

Warum denn dann überhaupt auf Teufel komm raus „andere“ Charaktere in Filme und Co. einbringen, heißt es dann oft, wird hier ein Krieg gegen weiße, männliche Heteros geführt? Kommt mal runter, falls das euer erster Gedanke war, es gibt noch genug Rollenvorbilder dieser Art und wird es auch ewig geben, selbst wenn wir jetzt sofort solche Hauptcharaktere abschaffen, weil seit der Antike davon genug für einige Jahrtausende produziert wurden. Und nein, es ist auch kein „auf Teufel komm raus“, mehr ein „hier ist auch noch Platz für andere, rückt mal“. Und warum? Am besten lässt sich das vor Augen führen, wenn man einmal auf einer Genre-Convention ist. Und dann sieht man ältere Frauen, die Carol aus The Walking Dead cosplayen, weil es endlich mal eine grauhaarige Frau gibt, die total badass ist. Oder ein kleines Mädchen mit ‚locks, das als Miniatur-Michonne herumläuft und sich darüber freut, dass so eine coole Figur aussieht wie sie selber. Leute aller Hautfarben, aller Geschlechter, allen Alters und aller Körperformen sollen exakt dieses Gefühl ebenfalls genießen können, dass da jemand ist WIE SIE.

Und wir sind eben nicht alle weiß, (cis-)männlich und hetero.

Wenn nun eine Marke kommt wie Star Wars, der an Zugkraft und internationaler Beliebtheit kaum etwas gleichkommen kann, dann ist es ein aufmunterndes und positives Zeichen, wenn sie eben das im Gedächtnis behält. Es ist eine bunte Galaxis und warum soll es dann nicht so sein, dass die Protagonisten verschiedenste Hautfarben, verschiedenstes Alter und verschiedenstes Aussehen mitbringen?

Das Wichtigste und Schönste daran ist: Diese Figuren sind in erster Linie einfach sie selbst. Keine ist ein „Token“, eine Quoten-Minderheit. Jede neue wie alte Person würde auch mit anderem Geschlecht oder anderem Aussehen genauso gut als Charakter funktionieren, niemand wird als hübsche oder exotische Deko benutzt. Die Figuren SIND einfach.

Natürlich ginge immer noch mehr. Aber Beziehungen, egal welcher Sexualität … äh … nach dem Autounfall Padme und Anakin bin ich froh, wenn wir sowas weiterhin vermeiden können und wegen mir können Han und Leia weiter das einzige richtige Pärchen der Galaxis bleiben. Und es sind auch alle Figuren mehr oder minder dünn und durchtrainiert. Luft bleibt halt immer nach oben bei einer so für die Masse aufgestellten Produktion. Trotzdem: Star Wars ist für uns alle, egal wie wir aussehen und wer wir sind. Und es ist schön, dass das sich auf der Leinwand zusehends mehr wiederspiegelt.


Avengers: Age of Ultron

Age of Ultron, meine Damen und Herren und alle anderen!

 

TL;DR: Ich habe mich unterhalten gefühlt, aber alles war etwas gehetzt und es ist nicht der stärkste Film des aktuellen MCU. Aber tolle Trailer kann er.


Lange Version:

Der Name des Films sagt es ja schon: Es geht um Ultron. Eine künstliche Intelligenz, die wie viele ihrer großen Vorbilder gerne der Menschheit einen Tritt in den Allerwertesten verpassen will und im Original von Hank Pym, dem Ant-Man, erschaffen wurde. Es gab vorab einiges Gemaule, dass im Film nun wohl Tony Stark derjenige ist, der Ultron das Startsignal gibt, aber Ant-Man ist einfach zu spät dran und wir haben schon einen etablierten Charakter, der mit künstlicher Intelligenz herummacht.

Kein großer Fan von zu kleinen Sitzmöbeln.

Kein großer Fan von zu kleinen Sitzmöbeln.

Abgesehen stimmt auch das nicht so ganz, den im Grunde entsteht Ultron durch eine Montage von netten Szenen mit Holografien, die irgendetwas darstellen sollen, sowie etwas Technobabble, das vermutlich für Menschen mit mehr Ahnung noch deutlich weniger Sinn macht als für mich. So richtig schöpferisch sollte sich da keiner fühlen.

Was Ultron als Bösewicht mitbringt ist ein wirklich guter Look und mir gefällt, dass sie ihn übermenschengroß gemacht haben, was seine künstliche Natur hervorhebt. Außerdem kopiert er sich begeistert in zahllose weitere Körper und liefert so eine gesichtslose Armee von Gegnerdrohnen, quasi metallische Pseudo-Chitauri, denn gegen so etwas kämpft es sich gut als Held.

Sie hatten einen gesichtslosen Massengegner bestellt?

Sie hatten einen gesichtslosen Massengegner bestellt?

Allerdings krankt er ansonsten an denselben Problemchen vieler MCU-Gegner. Seine Motivation ist so vage, dass sie auch durch längere Monologe nicht klarer wird, außer „weil halt“. Vielleicht daraus entstanden, dass er einerseits eine gute Wahl als namensgebender Gegenspieler ist (siehe gesichtslose Armee, cooles Design, was nicht jeder bekannte Evil Overlord mitbringt, an dem Marvel aktuell selbst die Filmrechte hat), andererseits aber die Böse-KI-Nummer inzwischen doch wieder etwas altbacken wirkt.

Auch seine Umsetzung abgesehen vom Look ist teils echt irritierend. Ich muss dazu anmerken, den Film erstmal auf Deutsch gesehen zu haben und daher James Spaders Performance nicht ganz einschätzen zu können, aber irgendwie wirkt das neben der Spur. Die supermächtige künstliche Intelligenz, die Menschen ineffektiv findet, verhält sich wie ein genervter Stand-Up-Comedian. Die Körpersprache und lässige Ausdrucksweise könnten ja durchaus als nette Abweichung von einem Roboter-Klischee gedacht sein, aber da nie erklärt wird, warum Ultron so drauf ist, ist es eher ein WTF.

Gegen diesen metallenen, herablassenden Schurken geht es also und als grobes Skelett ist die Handlung dabei recht geradlinig: Team wird nochmal vorgestellt, Bösewicht wird etabliert, es gibt einen Tiefpunkt und dann einen langen, epischen Endkampf mit großer Bedrohung. Zwischendrin kommen kleinere Ausflüge, Abschweifungen und sehr vorhersehbare und nicht ganz so offensichtliche nette Twists. Vielleicht hätte etwas weniger Drumherum zur Grundformel aber auch nicht geschadet, dazu später aber mehr. Im Grunde ist das alles recht klare, routinierte Superhelden-Action-Filmkost ohne immenses WoW aber auch ohne ganz schlimme No-Gos.

Kommen wir zu den Charakteren ab vom bisher festen Avengers-Kreis. Wanda und Pietro Maximoff, die Scarlet Witch und Quicksilver, kommen mit ins Spiel, auch wenn diese Alter-Ego-Namen keine Rolle spielen. Auch haben sie keine Beziehung zu ihrem Comic-Universums-Papa Magneto, der gehört nämlich lizenztechnisch noch anderen.

Achtung, Speedster!

Achtung, Speedster!

Pietro kann man dabei ja direkt mit der anderen Version des Charakters aus Days of Future Past vergleichen. Ich mochte den albernen Quicksilver bei den X-Men durchaus, muss aber sagen, dass für meinen Geschmack die Avengers-Version cooler ist. Es werden keine großen Kamerafahrt-Shenanigans mit seiner Geschwindigkeit gemacht wie bei Fassbender und Co., aber die Möglichkeiten und Grenzen seiner Fähigkeiten sehr schön aufgezeigt und eingesetzt. Speedster sind eine schwierige „Klasse“ in jeder Hinsicht und die Umsetzung ist sehr ansprechend und passt vom Tonfall her sehr gut in das restliche MCU.

Junghexe, angepisst.

Junghexe, angepisst.

Auch bei der Scarlet Witch habe ich ansich nichts zu meckern, sie dröseln ihre Original-Chaosmagie für das Universum in besser verdaubare Mischungen aus Telekinese und Telepathie sowie Geisteskontrolle auf und bleiben bei ihren „hexigen“ Gesten zum Zerlegen von Gegnern genau auf der richtigen Seite von cool, noch nicht in albern, zollen dabei aber dennoch ausreichend der Vorlage Respekt.

Einzig allein die Dauersünde von Charakteren, die als Muttersprache nicht Englisch haben und daher stets einen übertriebenen Akzent haben müssen und auch in Abwesenheit aller anderen Charaktere untereinander nicht ihre eigene Sprache, sondern weiter Fremdsprache mit Akzent sprechen, nervt. Aber das ist ein genereller pet peeve von mir. Kommt schon, jeder verkraftet es, ein paar Zeilen Untertitel zu lesen. Und wir werden schon nicht vergessen, dass die Osteuropäer sind, nur weil sie nicht ständig ihre Rrrrrrrs rollen.

Dass die Scarlet Witch hier in den Hirnen anderer rumrührt, sorgt auch für einige tatsächlich recht coole, wenn teils auch übertrieben plakative Szenen, die die Hauptfiguren etwas vertiefen (sollen). Stark bekommt nochmal seine schon bekannte Problematik mit Panik vor außerirdischen Angreifern verstärkt (obwohl, ist es Paranoia, wenn Thanos wirklich hinter dir her ist?) und Cap hat auch eigene Filme, deswegen muss bei ihm nicht viel gemacht werden. Thor bringt tolle Kostümideen mit ein. Hawkeye wird auf andere Art und Weise mit mehr Hintergrund ausgestattet, die mir tatsächlich gut gefallen hat, und Banners Probleme sind auch so mehr als offensichtlich.

Die Frau kann halt auch was, außer nur gut aussehen.

Die Frau kann halt auch was, außer nur gut aussehen.

Am besten und eindringlichsten sind tatsächlich hier die Einblicke in die Vergangenheit und den Hintergrund der Black Widow. Die unnahbare Figur wird weiter aufgebrochen und eine der darauf aufbauenden Szenen, wo sie mit einer sehr schönen Balance zwischen Nonchalance und Emotionalität von ihrer „Abschlusszeremonie“ erzählt, ist trotz ihrer Ruhe eindringlich und stark.

Daran sieht man, was die Schauspieler, Charaktere und das ganze Team liefern, wenn es Zeit für so einen Moment gibt. Leider ist die knapp bemessen. Sobald alles ins Rollen kommt, muss sich vieles mit einer Abhandlung unter einer Minute zufrieden geben, ob Thor spontan Besuche zu nicht erklärten Orten mit besonderen Eigenschaften macht oder Stark mal eben um die halbe Welt fliegt, um etwas Technobabbel abzusondern. In vielen Momenten fragt man sich, ob man Exposition einfach verpasst hat oder ob sie geschnitten werden musste – manches Wissen scheint den Leuten aus dem Nichts zuzufliegen oder wird höchstens mit etwas gezwungenem „es heißt, dass Blah Blah blah blah macht, achduje“ abgehandelt.

Da purzeln die Avengers schön gestaffelt ins Bild.

Da purzeln die Avengers schön gestaffelt ins Bild.

Das liegt durchaus auch am Team. Das ist nämlich in vielerlei Hinsicht in seiner Größe und Diversität ein zweischneidiges Schwert. Ja, wir bekommen teils sehr schöne ineinandergreifende Actionszenen mit all ihren Fähigkeiten geliefert und der Film steigt direkt mit einer Whedon-Pseudo-Schnittlosen-Sequenz ein wie wir sie für die Schlacht um New York geliefert bekommen haben. Zuweilen wird es da aber auch zu viel des Guten. Und in manchen Kämpfen sorgen die verschiedenen Schauplätze, über die man aber angenehmerweise eigentlich immer einen guten Überblick behält, für komische Zeitdehnungs-Effekte. Coole Dinge passieren eben nur, wenn die Kamera zuschaut, deswegen scheinen alle Kämpfer während der Passagen ihrer Kollegen irgendwie ins Standby zu schalten und genau an derselben Stelle wieder einzusetzen.

Das mag bei der generell sehr hohen Qualität von Action, Stunts und CGI, die hier ineinandergreifen, Gemaule auf hohem Niveau zu sein, aber es ist ein grundlegendes Timing-Problem, das den Film durchzieht und an der Dramatik zehrt. Genau wie die badass-Fairy Godmother Nick Fury, der im richtigen Moment eine Lösung aus dem Hut zaubern kann, wenn der Plot ihn braucht.

Aber es ist auch ein cooles Team, die Interaktionen sind runder, die Figuren funktionieren gut miteinander. Und es ist vor allem schön zu sehen, dass das die Guten sind. Auch in wilder Action passen die auf, möglichst keine zivilen Opfer mit reinzuziehen. Evakuierung eines Kampfgebietes ist fester und wichtigster Part eines Einsatzplans. Ein schöner Einzeiler beschäftigt sich sogar damit, dass man als Milliardär auch mal einfach etwas kaufen kann, bevor man es im Rahmen einer Prügelei leider kaputtmacht.

Diese Verantwortlichkeit der „Helden“ ist auf ihre altmodische Art und Weise ja fast schon wieder erfrischend bei so viel grim und gritty überall und der im Trailer angekündigte Kampf zwischen Hulk und Hulkbuster ist erstens eine der besten Auf-die-Fresse-Sequenzen des Films und zweitens wieder ein Beispiel für diese tatsächliche Beschützer-Mentalität, für die man dem Trupp einiges verzeiht. Denn wenn man ein großes grünes Rage-Monster als Waffe hat? Geht man am besten sicher, in Zusammenarbeit mit dem großen grünen Rage-Monster, dass man es im Notfall daran hindern kann, eine Stadt einzuäschern. Oder es zu versuchen.

Gebt es zu, ihr wolltet es doch auch sehen.

Gebt es zu, ihr wolltet es doch auch sehen.

Superman kann sich da mal ne Scheibe von abschneiden, wenn er das nächste mal eine Skyline demoliert.

Schön ist auch, dass rings um das Kernteam viele der Nebenfiguren der einzelnen Filmreihen einen Auftritt haben. Von Stark-Kumpel Rhodey alias Warmachine über den frisch von Cap rekrutierten Falcon und natürlich Maria Hill (whoop) bis hin zu noch kleineren, schrägeren Rollen. Das ist rund und vor allem sympathisch. Keine Pepper, aber auch keine Jane Foster, was vollkommen okay ist, aber immerhin wird deren Existenz nicht unter den Teppich gekehrt. Auch gibt es weitere Anbindungen zum größeren Marvel-Universum, so wird Black Panthers Land Wakanda immerhin schon erwähnt.

Kommen wir zur leichten Spoiler-Zone. In Gedenken an Stephanie Brown (jaja, DC) in lila gehalten, damit man sie auf dem Weg zum Fazit überspringen kann.

 

The Vision durfte im Trailer schon mal die Augen aufschlagen. Der pinke Android ist ein Design, was in seiner Buntheit quasi eine visuelle Brücke zwischen dem Großteil des MCU und dem knackebunten Guardians of the Galaxy schlägt. Das gelingt nicht immer ganz elegant. Einige Szenen mit der künstlichen Intelligenz sind wirklich gut, andere etwas befremdlich in der restlichen Umgebung. Und so sehr ich mich für Paul Bettany freue, der bisher nur stimmlich beitrug, dass er auch mal mit Gesicht zu sehen ist – irgendwas an der ganzen Figur wirkt in einigen Szenen seltsam unstimmig. Die Figur ist noch zu vage, ihr Auftreten zu sehr Comic-Original (das MCU hat nunmal seinen eigenen Grundton). Insgesamt mochte ich The Vision, aber einiges war auch einfach … fehl am Platz. Mal sehen was noch kommen wird.

 

Fazit: Ein zweiter Teil geht nun mal mehr auf die Charaktere ein und muss in erster Linie auf einen weiteren Teil hinarbeiten. Das führt nahezu unweigerlich zu Schwächen, die dieser Film auch hat. Zudem ist der Bösewicht dafür, dass er sogar den Untertitel tragen darf, eher enttäuschend. Das Timing ist irgendwie kaputt. Das war das Nörgelige.

Aber: Der Film sieht natürlich hervorragend aus, die Action macht Laune, die Figuren sind inzwischen für ihre Darsteller sehr vertraut und werden unterhaltsam und oft auch angenehm natürlich gespielt. Iron Man bekommt, sicher auch wegen der Beliebtheit des Charakters und von RDJ, etwas viel Kram auf den Teller, aber der ist auch in den Comics einer DER Heavy Hitter der Avengers. Viele der Probleme des Films könnten durchaus durch eine längere Schnittfassung abgeschwächt (oder unter Umständen verstärkt) werden. Die Kinoversion ist auf jeden Fall unterhaltsam, toll für’s Auge in jeder Hinsicht und vor allen Dingen ein solider weiterer Trittstein für den Großen Plan hinter dem MCU.

Aber ein Winter Soldier war intensiver, ein Guardians of the Galaxy lustiger und ein Iron Man 3 charmanter. Ja, ich gehöre zu den Leuten, die den „Twist“ in Iron Man 3 großartig fanden. Speziell in Verbindung mit dem empfehlenswerten Kurzfilm „All Hail the King„.

Mögt ihr das MCU? Geht rein. Gerade Lust auf Hochglanz-Krabumm? Auch gut. Aber total Wow und Hui und geflasht sein? Nope. Ich bin zufrieden. Ist doch auch was 😉

P.S.: Der Score ist diesmal von Danny Elfman, das erahnt man aber nur in wenigen Momenten.

 

 


Von LARP, Hüten, Schlagfertigkeit und fröhlichen Unfällen

Ich bin in den seltensten Fällen schlagfertig. Was sich super damit kurzschließt, dass ich auch dazu neige, Situationen im Kopf immer und immer wieder durchzugehen, was man nicht Schlaueres, Sinnigeres hätte sagen können und wie blöd ich vielleicht aussah. Und das ist auch eine stete Quelle von nachträglichen Facepalm-Momenten im LARP für mich. Warum habe ich gerade diesen Unsinn von mir gegeben? Oder warum habe ich gar nichts gesagt? Ich als ich selber laber schon zuweilen den letzten Unsinn, wenn ich dann noch so tue, als wäre ich jemand anders, wird meine Reaktionszeit gefühlt auf Gletscher-Niveau gesenkt.

Und deswegen ist Gewandung für mich so wichtig im LARP. Also wirklich für mich und an mir, wie andere sich kleiden ist ihre Sache und obwohl ich tierisch gerne schöne Kostüme anschaue, finde ich ein sich immer mehr einschleichendes Naserümpfen gegenüber sparsameren Leuten oder solchen, denen das einfach nicht wichtig ist, unangebracht. Inzwischen. Ich war auch mal jünger und ätzend. Ich würde mich ja bei allen entschuldigen, die mich zum Ende meiner Teenager-Jahre/Anfang zwanzig kannten, aber wir waren damals alle ein bisschen grässlich.

Und ja, Dinge ausblenden ist für LARP auch wichtig. Die Kacheln sind mit im Spiel gar nicht aufgefallen. Meh.

Und ja, Dinge ausblenden ist für LARP auch wichtig. Die Kacheln sind mit im Spiel gar nicht aufgefallen. Meh.

Aber um die Verbindung zu erklären: Wenn ich das Gefühl habe, mein Kostüm oder meine Gewandung sieht gut aus, schneidet das schon mal den Teil der kontinuierlichen Nachdenkspirale ab, der sich damit beschäftigt, ob ich gerade dämlich aussehe oder ob das alles nicht zur Rolle passt.

Aber es geht immer besser. Immerhin gibt es bei Kleidung jedoch die Chance, es auch besser zu machen, auf die nächste Con einfach was anderes, mehr oder dasselbe mit Nachbearbeitung mitzubringen. Noch ein paar Mal mit der schon einmal beschriebenen LARP-Brille umherzuziehen und Dinge zu finden, die  genau dazu passen, was man spielen oder für die Rolle basteln möchte.

Und deswegen ist auch die Rahjani, mein aktueller Lieblingscharakter, ein stetes work in progress. Und damit, meine Damen und Herren: Mein übertriebener Stolz darauf, aus einem alten Fächer, Worbla, Stoffresten, Glöckchen und Citadel-Miniaturenfarben einen Hut gebastelt zu haben.

Der Hut. Der auf den meisten Fotos irgendwie abgeschnitten wurde, weil zu hoch.

Der Hut. Der auf den meisten Fotos irgendwie abgeschnitten wurde, weil zu hoch.

Nur um den Stolz zu erklären – dafür habe ich die „Schale“ des Hutes geformt, beklebt und die Perlen-Borte angenäht. Den Fächer auseinander genommen, gold besprüht und dann in den Farben „Screamer Pink“, „Emperor’s Children“ und „Changeling Pink“ 27 kleine Rosen darauf gemalt. Und jetzt muss ich noch ein neues Bemalschema für meine Tyraniden finden, damit ich das noch anderweitig mal verwenden kann. Anschließend Stickgarn hineingeflochten und spontan die Glöckchen daran befestigt, die wirklich schön bimmeln, aber es damit auch echt schwer machen, sich an eine geheime Besprechung anzuschleichen und an der Tür zu lauschen. Schlussendlich lag in meinem Schmuckkästchen noch die wunderschöne zartrosa Perle als Anhänger und da ich keine feine Silberkette hatte, hat sie vorerst einen Platz als Stirnschmuck am Hut bekommen.

Nur wenn der Schirm und das Weinglas mit drauf müssen, passt der Hut auch.

Nur wenn der Schirm und das Weinglas mit drauf müssen, passt der Hut auch.

Das Endergebnis sieht anders aus als alles, was ich mal geplant hatte, und ich könnte vermutlich nie nach genauer Anleitung basteln wie die Cosplay-Diven, die einem in Büchern geduldig Schritt für Schritt erklären, wie genau man ihren geilen Scheiß designt, baut und an sich selbst festnietet. Aber es ist meins und vollkommen in Ordnung so. Was ich für den mal geplanten Hut eingekauft habe, wurde nahezu nicht verwendet, dafür Krims und Krams aus fünf verschiedenen Läden, den ich einfach mal gehortet hatte. Und wo ich früher bei Misserfolgen wie ein wütendes Kleinkind reagiert und alles hingeschmissen habe, wohnt inzwischen offenbar ein kleiner Bastel-Bob Ross in meinem Hinterkopf und erklärt mir, dass es keine Fehler, sondern nur „Happy little accidents“ gäbe.

Danke Bob.

Außerdem habe ich fast drei Wochen jeden Tag ein bisschen von Hand an einem Mantel mit Kunstfellkragenfutter genäht, dabei Binge-Watching von Walking Dead betrieben und es zu meiner Überraschung dann doch zunehmen interessant gefunden und ihn dann fast nie angehabt.

Und zu guter letzt: Wusstet ihr, dass kleine Läden auf Etsy und anderen Plattformen Temporary Tattoos von nahezu allem anbieten? Auch von vintage Rosen-Ornamenten? Jetzt wisst ihr es. Dank Tattoorary aus den Niederlanden hat die Rahja-Geweihte nun auch endlich ihr Weihe-Hautbild, das eigentlich schon von Anfang an dazu gehört hätte. Nachbessern halt. Beständig.

Nicht zu groß und nicht zu knallig und im passenden Stil. Danke, Internet.

Nicht zu groß und nicht zu knallig und im passenden Stil. Danke, Internet. Und tatsächlich nochmal der Hut, ganz.

Das nächste Mal werde ich die Dame voraussichtlich erst im Sommer wieder einpacken. Es bleibt also viel Zeit zum Nähen und für fröhliche Bastel-Unfälle! Ein Lob darauf, dass mit diesem seltsamen Hobby es immer etwas zu tun gibt. Wenn man nicht schlagfertig ist und deswegen mehr Hüte braucht.

 


Lebenszeichen mit Kalender

Entschuldigt die Sendepause! Allerdings wird auch die heutige Meldung eher kurz, während ich mal wieder daran kaue, was alles Sinn macht, drüber zu schreiben oder nicht. Immerhin, das heutige Thema kommt weitgehend ohne Text aus. Schon direkt als wir unseren Aprilscherz mit den Heinz- und Mháire-Bildern als Kalender tatsächlich umgesetzt haben, wurde gefragt, ob man das Ergebnis auch noch anderweitig mal sehen wird. Und da nun das Kalenderjahr schon unterwegs ist, gibt es hier die Monate (meine, nicht die von Heinz, der kann seine auch selber online stellen) mal so zum Anschauen. Die Bilder sind in unterschiedlichen Sessions und bei unterschiedlichen Fotografen entstanden und unterschiedlich nachbearbeitet worden, weswegen Look etc. schwankt. Aber hey, es war ja auch unser erster Kalender ;).

Mal sehen, ob und wenn ja wie wir das dieses Jahr nochmal machen ^^.

Cover

Das Covermotiv. Fotografin Gestiefelte Katze hat von einem Steg über dem Wasser aus fotografiert. Spaziergänger waren verwirrt.

Januar

 

Leicht an X-23 orientiert mit den Krallen. Bei denen ich überraschend zufrieden war, wie gut sie am Ende aussahen, nachdem ich sie eiligst aus Worbla zusammengebastelt und angemalt hatte.

März

Ich weiß nicht … Steampunk-Ingenieur? Sepia ist immer gut.

Mai

Wilder Asien-Mix. Ich habe nunmal nur Kimono und kein hanfu, dafür aber ein jian und kein Katana ;).

Juni

 

Eher spontan entstandene Kombo mit drapiertem Stoff und Schmuck, rahjanisch angehaucht.

Juli

Der Kopfschmuck mit Korallenzweigen (Worbla) und Perlen ist leicht von Wassergeistern in Elder Scrolls Online inspiriert.

August

Aber den Hut aufbehalten …

September

Meine erste Twi’lek mit korrekten Öhrchen. Meine Airbrushpistole ist bei der Farbe leider verstorben.

Oktober

Schwarze Spitze und Schädel geht immer. Auch bekannt als „Die Brabakerin“.

Dezember

Okay, doch noch eins mit Heinz (und neuem Eulenkörper als Vergleichsmodell). Inoffizieller Titel „Eulen nach Athen tragen“.


Der Hobbit ist vorbei

Und damit haben wir es hinter uns. Smaug weg, Ork weg, alles weg, Bilbo heim – und zurück bleibt nach dem dritten Film irgendwie das Gefühl, zwei Liter lauwarmen Grießbrei gegessen zu haben. Ich bin ordentlich mit Bildern gefüttert, aber irgendwie ist die Sättigung schal, langweilig und ohne Würze. Ein wenig mag dazu HFR und hohe Auflösung beigetragen haben, die irgendwie durch die höhere Tiefenschärfe auch einem noch so teuren Film den Charme einer Fernsehdoku verleihen können. Der Film hat mir nicht so recht gefallen, wie man vielleicht herauslesen kann, aber so richtig aufregen konnte ich mich auch nicht. In erster Linie schien er mir wie eine lange Liste verpasster Gelegenheiten – und immer denkt man kurz bei einer Szene ah! Jetzt! Ja! Da kommt Elan und etwas Epik! Und dann bügelt der nächste holprige Abschnitt direkt wieder drüber.

Ich denke, die meisten hier werden wissen, was in so einer Schlacht der Fünf Heere vorzukommen hat, und genau das ist drin, plus Darstellung der Austreibung Saurons und dem Extra-Elben-Content mit zwergischer Liebelei. Einige Zeilen sind direkt so aus dem Buch übernommen, was ja auch immer ein schöner Bonus ist für alle, die es kürzlich noch gelesen haben. Und es ist begrüßenswert, dass bei dem doch etwas komplexeren hin und her tatsächlich nie die Übersicht verloren geht. Man weiß immer, wer wo kämpft. Teils vage wird es bei der Frage danach, wo jemand gerade herkommt, um da zu sein, und warum die Leute überhaupt gerade kämpfen.

Der Coolness-Faktor ist auch ausreichend gegeben und auf Jahre hinaus werden die Cosplayer zu tun haben. Allein das neue Outfit von Thranduil wird, so denke ich, auf den nächsten Ring- und Hobbit-Cons gleich dutzendfach einherschreiten, so schick ist das. Heldencharaktere können ganz klar auch nur von besonderen Schurken verletzt werden und hundert Orks ohne tollen Namen sind kein Problem. Elben betreiben allesamt Extrem-Legolassing, wobei Legolas sich inzwischen zum Ultra-Legolassing hochgearbeitet hat und nicht auf Schilden surft, sondern gleich auf Türmen, und dabei auch auf herabfallenden Steinen laufen kann wie ein Kampfsport-Anime-Held. Vieles von dem oft überzogenen und epischen Tamtam hat mir auch sehr gefallen wie effiziente Zwergenphalanxen mit Elben im Huckepack und eine ganzen Reihe echt toller Reittiere, von Thranduils Megaloceros über das Reitschwein von Dáin bis hin zu gesattelten Steinböcken, die ihr eigenes klippenkletterndes Tier-Legolassing betreiben. Das gehört schon irgendwie dazu, wenn Peter Jackson Mittelerde verfilmt, und dafür geht man ja auch ins Kino.

Wofür ich nicht ins Kino gehen muss, ist absolut sinnloser, vorhersehbarer und ausgesprochen unlustiger Comic Relief. Auch willenlos inszenierte, hölzerne Szenen, wo Leute im Hintergrund auf die Bühne ploppen, zwei Zeilen Exposition sagen und damit ein „Oh, dann müssen wir XY tun“ auslösen, gehören nicht in die Kategorie leinwandwürdig. Eine hilflose Aneinanderreihung von Szenenschnippseln, die sich auf keine einheitliche Stimmung einigen können, kann ich mir auch auf dem heimischen Fernseher anschauen.

Aber vielleicht sind die hölzernen Szenen und seltsamen Stimmungswechsel eine Folge davon, dass offenbar den Schauspielern zu wenig an eigener Leistung zugetraut wurde. In den meisten Fällen, wo so etwas wie Intensität aufgebaut werden soll, wird direkt mit ominösen Schatten, seltsamen Schnitten und Stimmfiltern nachgeholfen, damit wir auch ja verstehen, dass die Person gerade komisch drauf ist. Als wäre der Schauspieler nicht vielleicht selber in der Lage gewesen, uns dass durch seine Leistung zu vermitteln. Überhaupt wirkt es, als wären die Darsteller, egal wie hochkarätig sie teils sein mögen, in erster Linie Staffage auf der großen Bühne der Special Effects. Das mag mittlerweile ja auf nahezu alle großen Filme zutreffen, schade ist es aber dennoch. Martin Freeman und Ian McKellen bekommen ein paar Momente zugestanden, in denen sie tatsächlich einfach etwas selber vermitteln dürfen, ohne dass mit groß Brimbamborium drumherum gefuhrwerkt wird, und das gibt einem ein paar Momente zum Durchatmen und wieder so etwas wie Emotionen mit dem Film verbinden, aber dann rennt der nächste Troll lustig-slapstick-mäßig durch eine Wand. Nichtmal mit Musik kann das noch gerettet werden, die tatsächlich überraschend in den Hintergrund tritt und zwar da ist, aber keine großen Momente hat.

Ich frage mich akut ein wenig, wie es zu dem für mich so deutlichen Unterschied zwischen Hobbit und Herr der Ringe kommt. Bin ich mit der Zeit zynisch und genervt geworden oder war die HdR-Trilogie tatsächlich bei allem Bombast immer auch viel emotionaler, eingängiger und menschlicher? Sind es die vielen geradezu überzähligen Stränge, Figuren und Schauplätze, die dem Hobbit am Ende nicht gut tun? Das mangelnde Vertrauen darin, ein Publikum zu fesseln, ohne es mit allem zuzuwerfen, was die Nachbearbeitung hergibt? Oder der Versuch, möglichst Verbindungen herzustellen, die keinen Sinn machen, nur damit der Herr der Ringe und verschiedene Schauplätze  irgendwie mit der Haupthandlung verknüpft werden?

Es sind nicht kleine, aber eher amüsante Unstimmigkeiten wie Dinge, die aus dem Nichts auftauchen und sich wieder dahin begeben, ob das nun Pfeile, Reittiere oder ganze Familien sind. Das ist Futter für kommende Persiflagen und vollkommen verzeihbar. Es sind auch nicht angeklebte Bärte, die man im gestochen scharfen Bild einfach zu deutlich sieht.

Es ist vielleicht einfach, dass niemand so recht wusste, was dieser Film liefern will. Episch dort ansetzen, wo Smaug so bedrohlich gen Seestadt geflogen ist? Nope, Smaug wird eher zu einer Randnotiz, die man auch noch ans Ende des zweiten Films hätte packen können. Eine Sammlung lustiger Eskapaden von Alfrid, dem feigen Sidekick von Stephen Frys Bürgermeister von Seestadt? GEHT MIR WEG MIT ALFRID!!

… *durchatmen*

ES IST FAST 2015 UND WIR SOLLEN IMMER NOCH LACHEN, WENN  EIN MANN FRAUENKLEIDER TRÄGT? DAS IST DER HÖHEPUNKT DES HUMORS FÜR EUCH??

*nochmal durchatmen*

Eindringlich zeigen, wie die Figuren der Gier verfallen, um sich dann von ihr zu befreien? Ja, hätte es mal werden können, wenn man das nicht mit der Subtilität eines Vorschlaghammers angegangen wäre.

Einfach eine coole Schlachtplatte liefern? Jopp, okay, dann hätte man aber bitte viel des motivationslosen Drumherums streichen können.

… einen tollen Showdown zwischen Thorin und Ober-Ork Azog inszenieren? DAS ist gelungen. Eine der wenigen schönen, starken, stimmigen Szenen. Während dann nebenan Legolas und Co. gefühlte 30 Minuten brauchen, um die Ober-Ork-Zweitbesetzung Bolg mit immer unsinnigeren Moves zu zerschnetzeln, was das ein klein wenig wieder schmälert. Mehr von dieser weniger überzogenen, gut inszenierten und tatsächlich spannenden Dramatik – und das, wo vermutlich jeder weiß, wie es ausgehen wird – genau das hätte ich mir gewünscht.

Aber nicht reingehen, das wäre auch nicht gegangen. Also: Ich war im Hobbit. Jetzt ist er vorbei. Und ich bin nicht traurig. Was wiederum traurig genug ist.


Von Übersetzungen und Gruppenfinanzierung

numeIch übersetze tierisch gerne. Ich kann gar nicht mal wirklich sagen warum, aber es kitzelt genau die richtigen Regionen in meinem Hirn, um mich beim Arbeiten zufrieden dahintippseln zu lassen. Vielleicht ist es einfach eine gewisse Begeisterung für Redewendungen und ungewöhnliche Vokabeln in allen Sprachen oder irgendeine tolle Verkabelung im menschlichen Hirn, die zufällig den Effekt hat, aber wenn ich übersetze, geht es mir meistens gut. Und es geht deutlich schneller und zufriedenstellender von der Hand als etwas Eigenes zu schreiben, bei dem ich endlos auf den Knöcheln beiße und mich frage, ob die Texte überhaupt etwas taugen.

Außerdem hat es etwas mit Begeisterung zu tun. Nicht jeder kann super Englisch, hat vielleicht kein Interesse daran oder mehr Zeit in andere Fremdsprachen oder noch ganz andere Gebiete investiert. Dadurch sind dann ganze Buchreihen, Filme, Comics etc. immer erst mit Zeitabstand oder zuweilen gar nicht mit anderen zu teilen, um sich wie Fangirls kichernd über Plot und Charaktere auszutauschen. Zugegeben, Serien oder Filme simultan zu übersetzen habe ich dann doch auch wegen des Nerv-Faktors für alle Beteiligten und der vielen Ähs nicht gemacht, aber PC-Spiele, gerade aus der noch nicht vollvertonten Zeit, oder einzelne Wendungen und Zitate: Aber sowas von. Und Kapitel von Romanen, um andere anzufixen. Geld habe ich für so etwas schon in der siebten Klasse bekommen, entweder bar als ein paar Pfennig oder in Form von Space (eine am Schulkiosk erstehbare Süßigkeit, seither nie wieder angetroffen) für das Übertragen von Songtexten ins Deutsche. Damals gab es halt noch nicht wirklich ein Internet …

Aber weg von der Nostalgie (hey, meine Schulzeit war nicht nur ätzend! Eine späte Erkenntnis 😉 ) zum aktuellen Anlass: Es sieht so aus, als würde das Crowdfunding auf Startnext zum Rollenspiel Numenera funktionieren, bei dem ich den Taktstock als Redakteurin und Übersetzerin schwingen würde. Zwei Tage, fast 10.000 Euro. Ich bekomme also die Chance, eines meiner Fangirl-Objekte zu übersetzen. Es zu teilen, mit anderen. Und auf eben diese seltsam zufriedenstellende Art und Weise über Neologismen, ungewöhnlichen Wendungen und Systembegriffen zu brüten. Effort, Edge und Pool – übersetzen oder wie Shadowrun einfach die Schultern zucken und so lassen? Wie die Foki für die Charaktere übertragen, so dass sie in deutscher Grammatik nicht klingen wie von Google? Was mit dem Begriff des „Cypher“ machen (bei dem auch einige für das Belassen des englischen Begriffs plädieren …)? Ich bin normalerweise eher ein etwas problemscheuer Mensch, aber das liebe ich. Und wer mitreden will, kann das schon für einen Euro, weil wir über vieles auch abstimmen und Anregungen einholen werden. Mein aktueller Favorit (auch wenn nicht ganz ernstgemeint und vermutlich durch den Ursprung meiner Comic-Begeisterung in den Neunzigern gefärbt) ist der Vorschlag vom Mini-mini-Workshop auf der Dreieichcon, aus dem Jack (-of-all-trades) als Charakter-Archetyp „Robin“ zu machen. Multigeschlechtertauglicher Vorname mit Assoziationen zu verschiedenen Helden … ^^. Numenera hat genau den Umgang mit Sprache, den ich liebe und vor allem irrsinnig gerne übertrage und in einer anderen Sprache zu rekonstruieren versuche. Wie Schokolade für das Sprachzentrum.

Also, langer Rede kurzer Sinn: Danke an alle, die sich beteiligen! Ihr kriegt ein Buch/eine Box/alle Zusätze, die wir noch finanziert bekommen – ich bekomme die Gelegenheit, dieses Rollenspiel in meiner Arbeitszeit zu übersetzen und nicht spätabends nach allen anderen Aufträgen. Denn übersetzen würde ich es ohnehin – in meiner eigenen Spielrunde sind nicht alle flüssig im Englischen ;).

Und wie es mit dem Plan steht, während ihr das hier lest, könnt ihr hier feststellen: Numenera auf Startnext.


Star Wars Rebels: Mit geschlossenen Augen ein tolles Gefühl

Im Rahmen der Kino-Tour, die derzeit mit dem Pilotfilm zur neuen Star Wars-Animationsserie Rebels läuft, konnten wir uns den Einstieg zu der Geschichte in den „Dark Times“ zwischen den Trilogien schon letztes Wochenende ansehen. Ich war etwas übernächtigt, aber es gibt trotzdem in der aktuellen Holonet-Show ein Statement dazu.

Wie vielleicht zu erwarten bin ich nicht mehr so übernächtigt und habe noch ein bisschen gegrübelt und Gedanken ausgetauscht und mich endlich ans Tippen gesetzt. Denn Rebels könnte wirklich toll werden und ich würde mich tierisch drüber freuen, aber es gibt da so eine imaginäre Szene, mit der ich mir das Endprodukt erkläre, das wir zu sehen bekamen.

Jemand schlägt begeistert und vom Produkt überzeugt ein Serienkonzept vor. Von mir aus Dave Filoni. Er erzählt: „Und es wird eine zusammengewürfelte Crew, alle mit unterschiedlichen Hintergründen und Absichten. Das Schiff gehört einer Twi’lek, aber keine so sexy alberne Twi’lek, sondern eine, die eben ihr eigenes Schiff hat, super fliegen kann und der verantwortungsvolle, entschlossene Charakter ist und sowas wie das moralische Gewissen. Und dann haben wir so einen großen, lauten, etwas gewalttätigen … so einen Jayne Cobb halt. Und dann als zweite Frau eine Kopfgeldjägerin, aber die ist nicht nur taugh und sprengt Dinge in die Luft, sie ist auch feminin und etwas extravagant, das heißt aber nicht, dass sie nicht in voller Rüstung in die Schlacht zieht. Und zum Schluss einen Ex-Padawan, der vor seiner Berufung als Jedi flieht und zwischen Ich-will-was-Gutes-tun und Das-Universum-kann-mich-mal schwankt. Und dazu kommt das coole Schiff, ein super Droide mit genervtem Verhalten und improvisierten Teilen und wir verwenden ganz viele Originalentwürfe von damals während der Preproduction von Episode 4 und Originalsounds und Musik, die zur alten Trilogie passt und werden sehr viel mehr Original als Prequel vom Stil her.“

Und dann sagt jemand: „Klingt cool! Aber es soll für Kinder sein, also packt noch ein Kind als Identifikationsfigur rein, am besten ist der auch ein Jedi-Kandidat, denn wir wollen alle mehr Lichtschwertkämpfe. Und alberne Sprüche. Und weil Kinder das sonst nicht kapieren, müsst ihr positive Lebensbotschaften extrem offensichtlich da reinstopfen und immer und immer wieder in die Dialoge packen.“

Argh! Es ist einfach so, die Idee hinter Rebels ist toll, die Charaktere könnten super sein, aber dann ist jemand mit einem Bügeleisen drüber gegangen, hat alle interessanten Details geglättet und dann noch ein bisschen Strass draufgepackt, damit die „Kids“ das interessant finden. Was für alle Beteiligten unfair ist, denn dass man großartige Action-Serien für Kinder machen kann OHNE sie für dumme Würstchen zu verkaufen, haben doch zum Beispiel Last Airbender oder Legend of Korra gezeigt. Warum müssen da furchtbar plumpe Dialoge und extrem gekünstelte Konflikte rein? Warum dieses Kind, das einfach nur etwas nervig ist und keinen weiteren Sinn macht?

Natürlich werde ich Rebels wenn möglich weiter verfolgen (aber Pay-TV, juhu). Ich habe auch Clone Wars geschaut und Kinder, schlimmer wird’s nicht mehr. Immerhin haben wir keine dämlich Ah-Oh-Roger-Roger-Droiden mehr. Aber für mich gibt es wohl keine Hoffnung mehr, was die Marke Star Wars angeht. Doch, eine: Dass Rebels sich mausert und wirklich noch zu einem coolen Produkt wird. Und die neuen Filme keine Katastrophe werden. Fügt hier das Leidenslied eines jeden Fans der alten Trilogie an, der den Wandel der Zeiten und die eigene fortschreitende Hirnarthritis beklagt. Dabei versucht sich Rebels sogar bei einem anzubiedern und bringt die ganze Zeit optisch oder im Text anleihen an die alte Trilogie und verwendet die richtige Musik und die richtigen Soundeffekte. Das heißt aber nur, dass mit geschlossenen Augen und ohne Dialoge ein tolles Gefühl aufkommt, aber sobald wieder jemand blödes Zeug von sich gibt oder man kurz auf die Leinwand spitzt, geht das dann doch wieder kaputt.

Eins noch zum Aussehen der Serie: Animationen sind so lala, Modelle zwischen okay und echt gut, aber die Texturen! Vielleicht springt es einem im Kino deutlicher in die Netzhaut, aber manches war einfach furchtbar pixelig-hässlich, so als habe man als Quellenmaterial einen Shooter der Jahrtausendwende verwendet.

So. Habe fertig. Warte auf weitere Folgen …

 

P.S.: Die Wookies waren mal kacke. In jeder Hinsicht. Schlechte Modelle, schlechte Texturen, schlechte Animationen, schlechte Einbindung in die Story.